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    Fortschreiten der Parkinson-Krankheit und Fahren

    Mit fortschreitender Parkinson-Krankheit wird es schwieriger, schnell zu reagieren und an mehrere Dinge gleichzeitig zu denken. Ihre Sicht wird ebenfalls ein wenig verschwommen, und Sie haben möglicherweise eine doppelte Sicht.
    Wenn Sie ein Freund oder Verwandter einer Person mit Parkinson sind, fällt es Ihnen sehr wahrscheinlich schwer, mit Ihrem Angehörigen über dieses Problem zu sprechen, da er oder sie das Fahren als eine Form der Unabhängigkeit betrachtet, die geschützt werden muss.
    Jeder von Ihnen - Patient, Freund oder Betreuer - versucht, den Arzt von Ihrem Fall zu überzeugen, wobei die Betreuer eine Fahrunterbrechung fordern und der Patient jegliche Schwierigkeiten beim Fahren bestreitet. Sehr oft ist sich der Arzt nicht bewusst, dass er eine Entscheidung nicht alleine treffen muss und stattdessen die Familie an ein Fahrerbewertungsprogramm überweisen sollte.
    Diese Programme werden in der Regel von Ergotherapeuten durchgeführt. Wenn Ihr Arzt kein Fahrer-Assessment- und Reha-Programm erwähnt, bitten Sie einen Ergotherapeuten um eine Überweisung.
    Leider ist in der Regel ein Unfall oder ein Beinahe-Unfall erforderlich, um alle Betroffenen - insbesondere den Patienten - davon zu überzeugen, ein Fahrerbewertungsprogramm aufzusuchen. Es kann klug und lebensrettend sein, vom ersten Tag an, nachdem Sie vor kurzem eine Diagnose gestellt haben, und danach jedes Jahr eine routinemäßige Beurteilung des Fahrers vorzunehmen. (Ein großer Teil der Parkinson-Patienten hört nach fünf Jahren mit dem Autofahren auf.) Weitere Gründe für die Durchführung eines Tests: Anzeichen einer geistigen Beeinträchtigung, übermäßige Schläfrigkeit am Tag, Halluzinationen oder andere schwerwiegende Nebenwirkungen einer medikamentösen Therapie sowie Hinweise auf Medikamente eines Patienten werden immer weniger wirksam ("Abnutzung" der positiven Wirkungen des Medikaments).

    Fahrtipps für PD-Patienten

    Selbst wenn Sie einen Fahrerbewertungstest mit Bravour bestehen, empfiehlt es sich, die folgenden einfachen Regeln zu befolgen, um das Fahren sicherer zu machen:
    • Versuchen Sie, nicht nach Einbruch der Dunkelheit oder während der Hauptverkehrszeit zu fahren.
    • Lassen Sie andere Leute fahren, wenn möglich.
    • Nehmen Sie so oft wie möglich die öffentlichen Verkehrsmittel.
    • Fahren Sie nicht zu Tageszeiten, wenn Sie am müden oder schläfrigsten sind.
    • Suchen Sie Freunde und Selbsthilfegruppen auf, um Fahrgemeinschaften zu bilden oder eine Fahrt mit sicheren Fahrern anzutreten.
    Wenn es ums Fahren geht, gehen Sie immer auf Nummer sicher: Im Zweifelsfall sollten Sie es überprüfen. Machen Sie einen Fahrerbewertungstest.
    Stewart A Factor, DO und William J Weiner, MD. Parkinson-Krankheit: Diagnose und klinisches Management: Zweite Auflage Herausgegeben von. 2008 Demos Medical Publishing.
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